Das Gift, das dich bremst: Warum Alkohol deine Gesundheit und Leistung zerstört

Menschen stoßen mit Alkohol an

Schluss mit Mythen: Alkohol ist niemals gesund – erst recht nicht für Frauen!

Alkohol ist in unserer Gesellschaft tief verankert – sei es als Genussmittel, gesellschaftlicher Katalysator oder als scheinbare Möglichkeit zur Entspannung. Doch was passiert wirklich im Körper, wenn wir Alkohol konsumieren? Wie beeinflusst er unsere Gesundheit und unser Training? Die Antwort ist klar: negativ. Besonders Frauen sind stärker von den schädlichen Auswirkungen betroffen, als viele glauben.

Wie wirkt Alkohol im Körper?

Alkohol ist ein Zellgift. Nach dem Konsum wird er in der Leber abgebaut – ein Prozess, bei dem das hochgiftige Zwischenprodukt Acetaldehyd entsteht. Während die Leber damit beschäftigt ist, den Alkohol abzubauen, leiden andere essentielle Stoffwechselprozesse: Die Fettverbrennung wird gestoppt, die Muskelproteinsynthese gehemmt und wichtige Regenerationsmechanismen blockiert. Kurz gesagt: Alkohol setzt deinen Körper in einen Ausnahmezustand, der deine Fortschritte im Training massiv behindert (WHO, 2018).

Alkohol und Training – eine Selbstsabotage

1. Hemmung der Muskelproteinsynthese

Muskeln wachsen nicht im Training, sondern in der Regeneration danach – und genau hier kommt Alkohol ins Spiel. Er hemmt die Muskelproteinsynthese signifikant. Eine Studie von Vancini et al. (2019) zeigt, dass bereits moderate Mengen Alkohol die Fähigkeit des Körpers, Muskelproteine aufzubauen, um bis zu 30 % verringern können. Wer regelmäßig trinkt und trainiert, arbeitet also permanent gegen sich selbst.

2. Regeneration? Fehlanzeige!

Ohne gute Regeneration kein Fortschritt. Alkohol dehydriert den Körper, stört den Schlafrhythmus und blockiert die Ausschüttung von Wachstumshormonen – ein Cocktail, der deine Erholung massiv verschlechtert (WHO, 2020). Wer nach dem Training trinkt, nimmt sich die Chance auf eine optimale Regeneration.

3. Weniger Leistung, höheres Verletzungsrisiko

Schon kleine Mengen Alkohol verschlechtern die Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit und Kraftentwicklung. Die Folge: ein erhöhtes Verletzungsrisiko und eine verringerte Leistungsfähigkeit (WHO, 2019). Kein ernstzunehmender Athlet würde sich freiwillig selbst sabotieren – warum also sollte Alkohol eine Option sein?

Warum ist Alkohol für Frauen besonders schädlich?

Frauen verstoffwechseln Alkohol langsamer als Männer. Sie haben weniger von dem Enzym Alkoholdehydrogenase, wodurch der Alkoholspiegel im Blut schneller und höher ansteigt. Das bedeutet: Schon geringere Mengen haben stärkere Auswirkungen.

1. Hormonelles Chaos und Brustkrebs

Alkohol beeinflusst den Hormonhaushalt – insbesondere den Östrogenspiegel. Das kann zu Zyklusstörungen, einer verstärkten Fettspeicherung und einem erhöhten Brustkrebsrisiko führen. Laut WHO (2021) gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und einem erhöhten Risiko für Brustkrebs. Bereits geringe Mengen Alkohol können das Brustkrebsrisiko um bis zu 7 % erhöhen, während regelmäßiger Konsum das Risiko weiter steigen lässt, bis zu 15%. Wer seine hormonelle Balance und sein langfristiges Gesundheitsrisiko minimieren will, sollte auf Alkohol verzichten.

2. Schwerwiegende Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

Frauen sind anfälliger für alkoholbedingte Herzerkrankungen als Männer. Bereits bei moderatem Konsum steigt das Risiko für Bluthochdruck und Herzmuskelentzündungen drastisch (WHO, 2020). Eine Studie der WHO (2021) zeigt, dass Alkohol bei Frauen bereits in geringen Mengen zu einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und koronare Herzkrankheiten führt. Da Frauen im Durchschnitt ein kleineres Herz haben als Männer, ist ihr Herzmuskel besonders empfindlich gegenüber den toxischen Effekten von Alkohol. Zudem kann Alkohol das Risiko für Vorhofflimmern steigern, eine häufige Herzrhythmusstörung, die das Risiko für Schlaganfälle erheblich erhöht.

3. Erhöhtes Osteoporose-Risiko

Alkohol verringert die Kalziumaufnahme, was langfristig zu einer geringeren Knochendichte führen kann. Das macht ihn zu einem bedeutenden Risikofaktor für Osteoporose – eine Erkrankung, von der Frauen ohnehin stärker betroffen sind (WHO, 2019). Eine weitere WHO-Studie aus dem Jahr 2021 zeigt, dass regelmäßiger Alkoholkonsum die Funktion von knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) hemmt, was den natürlichen Knochenabbau verstärkt. Frauen nach der Menopause sind ohnehin durch den sinkenden Östrogenspiegel einem erhöhten Osteoporoserisiko ausgesetzt – Alkohol verstärkt diesen Effekt noch zusätzlich, indem er die knochenprotektive Wirkung von Östrogen weiter reduziert.

Fazit: Es gibt keine gesunde Menge Alkohol

In unserer Gesellschaft wird Alkoholkonsum bagatellisiert, ein Gläschen ist doch nicht so schlimm! Doch die Realität sieht anders aus: Es gibt keine gesunde Menge Alkohol. Jeder Konsum ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden – insbesondere für Frauen und für alle, die ernsthaft trainieren und sich um ihre langfristige Gesundheit kümmern. Alkohol bremst dich aus, schadet deinem Körper und mindert deine Leistung – egal in welchem Bereich.

Wer wirklich gesund sein will, sollte bewusst auf Alkohol verzichten. Das bedeutet nicht den Verlust von Lebensqualität – im Gegenteil: Mehr Energie, bessere Regeneration und eine langfristig stabilere Gesundheit sind die echten Gewinne. Dein Kraftklub steht genau für diese Philosophie: Ein starker, gesunder Körper braucht keine leeren Kalorien und Zellgifte, sondern achtsame Selbstfürsorge und kluge Entscheidungen.

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